So funktioniert EPICT in Österreich ...
So funktioniert EPICT Österreich ... die didaktische Seite des Computereinsatzes in der Schule
| Site: | EPICT Implementierungsprojekt |
| Course: | EPICT Implementierungsprojekt |
| Book: | So funktioniert EPICT in Österreich ... |
| Printed by: | |
| Date: | Sonntag, 5 September 2010, 01:28 |
EPICT in Dänemark - ein bewährtes ModellDänemark erkannte bereits 1999 die große Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Gesellschaft und damit verbunden auch für die Schule. Aber man stellte fest, dass die Bereitstellung von Hard- und Software für SchülerInnen und LehrerInnen nur ein Teil einer notwendigen Initiative sein kann. Wenn Fertigkeiten darüber fehlen, wie didaktisch sinnvoll mit den Einrichtungen umgegangen werden kann, ist der positive Effekt auf Lernen und Lehren nicht immer ausreichend. Zertifikatslehrgang EPICTKonsequenterweise entwickelte UNI-C, eine öffentliche Einrichtung des dänischen Bildungsministeriums, einen Zertifikatslehrgang mit der Bezeichnung EPICT (European Pedagogical ICT Licence). Im Laufe dieses Lehrgangs sollten LehrerInnen Kompetenz vor allem hinsichtlich der didaktischen Dimension des Computereinsatzes in der Schule erlangen, daher auch die Bezeichnung „pedagogical“ im Titel. Teamorientiert und praxisbezogenWesentlich ist vor allem der erlebnisorientierte und praxisbezogene Ansatz: LehrerInnen sollten nicht – wie es im Seminaralltag immer wieder passiert – bloß etwas über IKT hören, sondern selbst IKT im pädagogischen Kontext anwenden. So konnten die OrganisatorInnen von EPICT sicherstellen, dass der konkrete, pädagogisch sinnvolle und reflektierte Einsatz von IKT im Unterricht auf einem nachgewiesenen Basisniveau trainiert wurde. EPICT bringt LehrerInnen nicht nur Fortschritte in ihrem Computereinsatz in der Schule, sondern ist für viele der Anstoß, sich generell auf teamorientierte und dynamische Prozesse in der pädagogisch-didaktischen Fortbildung einzulassen. EPICT weltweitMit März 2005 hatten bereits 78% (60.000) der dänischen LehrerInnen das Programm absolviert. EPICT ist ebenfalls fixer Bestandteil der LehrerInnenausbildung in Dänemark. EPICT hat sich nach der Evaluation der dänischen Methode als so ausgereift erwiesen, dass das Konzept auch von anderen Ländern übernommen wurde: Griechenland, Italien, Ungarn, Island, Großbritannien, aber auch Tasmanien (AusPICT), sowie Ghana und Kamerun (APICT). Mittlerweile wurden mehr als 100.000 Lehrkräfte weltweit mit Hilfe der EPICT-Methode ausgebildet. Auf Grund der weltweiten Evaluationen stellte sich heraus, dass EPICT auch außerhalb Dänemarks hervorragend funktioniert. Inoffiziell ist übrigens schon von IPICT (International ...) die Rede. |
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So funktioniert’sTypischerweise durchläuft einE dänischeR EPICT-TeilnehmerIn das Programm in folgenden Etappen:
ZeitrahmenEPICT besteht aus acht Modulen. Ein Modul beansprucht (berufsbegleitend) erfahrungsgemäß in etwa vier bis sechs Wochen Zeit zur Bearbeitung. Das Zertifikat kann also im Laufe eines Schuljahres – bei entsprechender Verdichtung auch rascher – erworben werden. Grundlegende IKT-Kenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Programm. EPICT ist also kein „Schnellsiederkurs“. Zur Absolvierung der Module müssen über mehrere Monate einige Stunden Arbeitszeit in der Woche zusätzlich investiert werden. Aber das ist Zeit, die wohl investiert ist! Bei EPICT wird nie “für die Schublade” gelernt, sondern immer konkreter Unterricht vorbereitet. |
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Module und InhalteUm das EPICT-Zertifikat zu erlangen, müssen die TeilnehmerInnen in ihren Arbeitsgruppen insgesamt acht Module absolvieren. Davon sind vier Module verpflichtend zu bearbeiten, vier können nach den Interessen der Gruppen aus einem Pool von möglichen Themen ausgewählt werden. Da es sich hier aber immer um eine Gruppenentscheidung handelt, müssen sich die TeilnehmerInnen absprechen und einigen. Ein Übertritt in Einzelarbeit ist nicht vorgesehen.
Verpflichtende Module(Die ersten drei werden zu Beginn des Lehrgangs bearbeitet, das vierte zum Schluss.)
Optionale Module(Vier davon werden von den Teams ausgewählt und zwischen drittem und achtem Modul absolviert.)
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Um das EPICT-Zertifikat zu erlangen, müssen die TeilnehmerInnen in ihren Arbeitsgruppen insgesamt acht Module absolvieren. |
Die AufgabeHerzstück des EPICT-Lehrgangs ist zweifellos die Aufgabe, also jener Arbeitsauftrag, der zu den acht unterschiedlichen Modulen bearbeitet werden muss, um den Lernfortschritt zu dokumentieren. Dabei werden drei Punkte besonders stark betont:
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EPICT – oder etwas BesseresÖsterreichs erste Schritte mit dem Konzept EPICT stehen unter dem Motto „EPICT – oder etwas Besseres“. Derzeit finden Pilotkurse im Rahmen des Implementierungsprojekts statt. Ihr Ziel ist zu testen, inwieweit die dänischen Erfahrungen auf Österreich umzulegen sind bzw. welche Anpassungen für die österreichische Version einer allgemeinen, einheitlichen IKT-Fortbildung mit pädagogischem Schwerpunkt notwendig sind. |
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Das bereits abgeschlossene SondierungsprojektIm Herbst 2006 wurde ein Team österreichischer ExpertInnen vom BMBWK (nunmehr BMUKK) beauftragt, das Konzept EPICT auf seine Tauglichkeit für die österreichische LehrerInnenaus-, aber auch Weiterbildung zu überprüfen bzw. Vorschläge für eine weitere Vorgehensweise zu machen. Am 7. März 2007 wurde dieses Sondierungsprojekt abgeschlossen. Es endete mit der Empfehlung, EPICT in einem Implementierungsprojekt in der Praxis zu testen. |
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Das momentan laufende ImplementierungsprojektSeit Herbst 2007 läuft das EPICT Implementierungsprojekt, das auf Empfehlung des Sondierungsprojekts initiiert wurde. Ziel des Implementierungsprojekts ist es, mittelfristig in Österreich eine Reihe von möglichst für alle LehrerInnen verbindliche IKT-Kompetenzstandards zu etablieren. Diese sollten sich an pädagogisch-didaktischen Notwendigkeiten und am schulischen Bedarf orientieren. Ergebnisoffene PilotphaseMit EPICT hat Dänemark ein konkretes Modell der LehrerInnenfortbildung entwickelt, das nun im Rahmen des Implementierungsprojekts in der österreichischen Praxis getestet wird. Die Pilotphase ist ergebnisoffen und soll helfen, eine für Österreich bestmögliche Lösung zu erzielen. Daher auch das Motto „EPICT – oder etwas Besseres“. Zunächst wird dazu das dänische Modell – mit kleineren Anpassungen – größtenteils 1:1 umgesetzt und erprobt. Dazu gehören eine MentorInnenschulung zu Beginn, da es ohne MentorInnen auch keine offiziell berechtigten Instanzen gibt, die die Gruppenaufgaben betreuen können, sowie österreichweite Pilotkurse mit einer möglichst hohen Bandbreite an Institutionen und TeilnehmerInnen von möglichst unterschiedlichen Schularten. EPICT “oder etwas Besseres”Im Anschluss an die Pilotkurse sowie durch den begleitenden Erfahrungsaustausch und Diskussionsprozess wird deutlich geworden sein, ob der Weg zu den gewünschten IKT-Kompetenzstandards über das dänische EPICT-Zertifikatssystem oder über „etwas Besseres“ führt. Dabei sind sämtliche Abstufungen vorstellbar – von einer sanften Adaptierung des dänischen Modells bis hin zur Schaffung einer österreichischen Eigenkreation. |
Einen Überblick über den derzeitigen Stand der Arbeit im Projekt finden Sie im September-Dossier des e-LISA academy Newsletters.
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Zum derzeitigen StatusIn das derzeit laufende Implementierungsprojekt sind alle öffentlichen und privaten Pädagogischen Hochschulen sowie die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik eingebunden und arbeiten aktiv mit. Seit des bereits abgeschlossenen EPICT Sondierungsprojekts wurden auch die Universitäten von den Entwicklungen informiert und zur Teilnahme eingeladen. Die ersten österreichischen MentorInnen wurden im Dezember 2007 im Rahmen eines viertägigen Präsenzseminars von Vertretern des dänischen UNI-C geschult. Das erhaltene Abschlusszertifikat ermöglicht es den MentorInnen, offiziell im Rahmen Vorgaben und Standards von EPICT Gruppenaufgaben zu betreuen und TeilnehmerInnen nach bestandener Teilnahme zu zertifizieren. EPICT PilotkurseIn intensiven Diskussionen erarbeiteten die neuen MentorInnen – die mehrheitlich auch die offiziellen VertreterInnen der jeweiligen Pädagogischen Hochschulen sind – im Jänner 2008 die Rahmenbedingungen und Eckpfeiler der EPICT-Pilotkurse. Man ist sich einig, dass eine erfolgreiche Realisierung der EPICT-Pilotkurse entscheidend zur Bedeutung des eLearnings in der Schule und zur Professionalisierung der Fort- und Ausbildung der LehrerInnen, aber auch zur Etablierung der Pädagogischen Hochschulen und deren konstruktiver Zusammenarbeit entscheidend beitragen kann. Unter anderen wird im Rahmen der Pilotphase folgenden Punkten besondere Beachtung geschenkt:
Das EPICT-Büro in Österreich (betraut mit dieser Aufgabe wurde e-LISA academy) wird für die Durchführung der Pilotkurse die dafür erforderlichen, unterstützenden Maßnahmen ergreifen bzw. Infrastruktur zur Verfügung stellen. Für die Evaluation der EPICT-Pilotkurse wird auf das bewährte Instrumentarium von UNI-C zurückgegriffen.
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